Nun, eigentlich sieht man es einem Detektiv gar nicht an, dass er eben ein solcher ist. Dies ist aber im Grunde nichts Schlechtes, sondern eher förderlich für die Ausbildungs- und Berufschancen. Er muss – beziehungsweise er darf – gar nicht auffallen. Sollte er einmal verdeckt ermitteln müssen, ist es nur zu schlecht, wenn ein Detektiv schon von Weitem alle Blicke auf sich zieht. Er würde dann Gefahr laufen, dass auch die verdächtige Person auf ihn aufmerksam wird und das könnte hinderlich für die Ermittlungen sein.
Daher ist es ganz klar, dass ein Detektiv aussieht, wie ein Mensch wie du und ich. Das bedeutet, er kann durchaus auch mal zerfetzte Jeans tragen oder im Jogginganzug täglich am zu observierenden Gebäude vorbei laufen. Sicher ist es nicht unbedingt der Jogginganzug, den ein Detektiv trägt, wenn er in der Prostituiertenszene ermittelt, da hier die Zuhälter und Menschenhändler meist mit schwarzen Anzügen anzutreffen sind.
Das Wichtigste für jeden Detektiv ist, dass er möglichst unscheinbar auftritt. Egal, ob er für den Staat und die Regierung tätig ist, oder ob er als Privatermittler bei einem Rechtsanwalt angestellt ist. Auch ein Detektiv, der in einem Kaufhaus arbeitet, darf sich von den anderen Kunden des Ladens nicht unterscheiden. Sonst würde das Geschäft Gefahr laufen, dass sich Ladendiebe nicht mehr so leicht erwischen lassen, da man den Detektiv ja schon von Weitem erkennen kann.
Neben dem Unscheinbarsein ist natürlich auch noch die Flexibilität eine Eigenschaft, die jeder mitbringen sollte, der den Beruf des Detektivs erlernen will. Gerade bei den Ermittlungen in Sachen Ehebruch ist es wichtig, dass der Detektiv durchaus mal nachts um drei aus den Federn muss, weil sich ein Fremdgänger dazu entschlossen hat, das eheliche Schlafgemach noch einmal zu verlassen.
