Hundeschulen und Hundetrainer, die auch privat Unterricht an den vierbeinigen Freunden erteilen, sind stark im Kommen und immer gefragter. Viele Menschen, die sich einen treuen Begleiter anschaffen, sei es aus dem Tierheim, vom Züchter oder auch über Annoncen aus der Tageszeitung, besuchen erst einmal eine Hundeschule mit dem neuen Familienmitglied. Und das tun nicht nur diejenigen, die noch nie einen Hund hatten. Vielmehr gehen auch die, die bereits Hundeerfahrung besitzen, oft zuerst einmal zum Hundetrainer, um Hilfe zu bekommen bei der Eingewöhnung des Vierbeiners.
Sinnvoll ist es natürlich besonders für diejenigen, die noch nie einen Hund hatten und sich zum ersten Mal an die Hundehaltung heran wagen. Wenn man keine Ahnung hat, kann man in der Erziehung sehr viel falsch machen. Vor allem, wenn man sich einen Welpen ins Haus holt, ist es wichtig, sich in den ersten Wochen fachmännischen Rat zu holen. Denn gerade zwischen der sechsten und der sechzehnten Lebenswoche befindet sich ein Hund in der Prägephase. Was dort falsch gemacht wird von den Menschen, kann vielleicht ein Leben lang nicht mehr ausgebügelt werden. Deswegen ist es ratsam, gleich nach dem Einzug des Welpen in die Hundeschule zu gehen und dort einige Welpenstunden zu absolvieren. Dort können die kleinen Racker nach Herzenslust toben und sie lernen dabei spielerisch, dass es auch andere Hunde auf der Welt gibt. Außerdem kann man die Welpen an die ersten Kommandos heranführen, wie zum Beispiel Sitz oder Platz.
Aber auch für einen Hund, der bereits etwas älter ist, ist eine Hundeschule noch sinnvoll. Selbst, wenn er schon gut erzogen ist, bekommt man auch hier wertvolle Tipps, zum Beispiel, wenn Fasten angesagt ist, oder wenn der Hund mit Durchfall oder anderen Wehwehchen zu kämpfen hat. Hat man sich für einen Hund aus dem Auslandstierschutz entschieden, kann ein Hundetrainer oder eine Hundeschule dabei helfen, dem Hund die Eingewöhnung in der neuen Heimat so leicht wie möglich zu machen. Viele Hunde sind manchmal wie paralysiert, nachdem sie aus der Flugbox entlassen wurden. So viele neue Eindrücke kommen auf sie zu, meist haben sie im Herkunftsland auch das Schlimmste erlebt, was ein Hund nur erleben kann. Hier ist dann Einfühlungsvermögen gefordert und oft ist ein objektiver Hundetrainer einfach besser darin, als die Familie, die den neuen Schützling bereits ins Herz geschlossen hat und ihn zu sehr betüdelt.
Allerdings sollte man auch bei Hundeschulen ein wachsames Auge haben. Auch hier gibt es schwarze Schafe. Wer an einen Trainer gerät, der Stachelhalsbänder, Würger oder im schlimmsten Fall sogar einen Teletakt im Einsatz hat, sollte schleunigst mit seinem Hund das Weite suchen.
